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Vorsätze für 2009: Bodybuilding Content!

Veröffentlicht in Bodybuilding von balkantoni am Januar 1, 2009

leo-robert-front

Ich möchte in einem Jahr 95 Kg wiegen. Im Moment wiege ich etwa 87 Kg. Vor einem Monat, nach dem Ende meiner letzten Creatinkur, wog ich tatsächlich 90 Kilogramm und ich sah gut aus: Meine Deltas waren schön rund, mein Bizeps breit, meine Haxen dickm mein Torso bildete tatsächlich ein V. Mit dem Rückzug der Wassereinlagerungen in der Muskulatur verlor ich aber drei Kilo und während ich nicht behaupten kann, unzufrieden mit meinem Körper zu sein (das V und die Symmetrie habe ich ja behalten), finde ich dass mir die zusätzliche Masse besser stand.
Allerdings bin ich sehr zufrieden mit der Tatsache, meinen Körperfettanteil konstant niedrig gehalten zu haben, trotz bodybuidlinggerechter Ernährung im Kalorienplus – ich esse deutlich mehr als mein von natur aus dürrer und schlacksiger Körper bräuchte und er bedankt sich, indem er mich im Gym stets durch die brutalsten Supersets trägt. Die Pläne für mein nächstes Stack stehen auch schon fest, alle Supplemente habe ich schon bestellt und das Gym werde ich morgen schon wieder unsicher machen. 95 Kilogramm – ich komme! Bodybuilding ist wirklich so cool! Wenn ich meine Begeisterung bloß meiner Umwelt rational Vemitteln könnte. Diese Banausen!

Falls es jemanden interessieren sollte, hier ist mein derzeitiger Trainingsplan im Vierersplit:

Brust

3 – 4 Sets Bankdrücken (10er-Serien oder Pyramide von 12 abwärts)
3 – 4 Supersets – erste Übung Schrägbankdrücken an der Hammer-Strenght, zweite Übung Vorgebeugtes Kabelziehen, keine Pause zwischen den Übungen, Reps wie oben.
3 Sets Flys (10-12 Reps)

Rücken + Bizeps

3 – 4 Sets Klimmzüge, breiter Griff (8 Reps aufwärts)
3 Sets Latzug zum Nacken (10er-Serie oder 12er abwärts)
4 Sets vorgebeugtes Langhantelrudern (s.o.)
3 Sets sitzendes Kabelrudern (s.o.)
3 Sets Curls an der Scott-Bank (8 Reps aufwärts) + 4 Sets Hammercurls mit Kurzhanteln

Beine

3 – 5 Sets Kniebeugen (10 – 12 Reps)
3 Sets Front-Kniebeuge (s.o.)
3 Sets Beinstrecken (s.o.)
3 Sets Beincurls (s.o.)
3 – 5 Sets Waden (15 – 20 Reps)

Bei vorhandener Zeit wird Kreuzheben entweder am Rücken oder am Beintag gemacht, dann 3-4 Sets á 10-12 Reps.

Schultern + Trizeps gingen so:

4 Sets Seitenheben (Pyramide 12 abwärts)
4 Sets Schulterpressen (s.o.)
3 Sets einarmiges Frontheben (10 Reps.)
3 Sets Reverse-Flys auf der Schrägbank für die hinteren Deltas (12 Reps)
4 Sets Shrugs mit Kurzhanteln (12 Reps)
3 Sets Dips am Barren (bis Versagen)
3 Supersets FrenchPress/Enges Bankdrücken mit der SZ-Stange (10-12 Reps)

Ernährung wird zur Zeit durch Glutamin, das Universal Animal Pack und 2 – 4 Proteinshakes (Casein / Molke) am Tag ergänzt.

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9 Antworten

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  1. vestuv sagte, am Januar 2, 2009 zu 10:45

    Tja, ich bin wohl so ein Banause. Kann überhaupt nicht verstehen, wie man sich da so reinhängen kann. Und bisher dachte ich, dass die Begeisterungsfähigkeit dafür mit zunehmendem Intellekt abnehmen würde ;)
    Was fasziniert dich daran so? Nur der Kick den Körper an die Leistungsgrenze zu bringen? Oder ist es doch einfach nur die Eitelkeit die dazu treibt? Etwas ganz anderes?

    Mal abseits davon: Finds gut, dass du dich dazu entschlossen hast, in einem eigenen Blog zu schreiben. Die vielen Anspielungen bei TNAM4Z haben mich auf jeden Fall neugierig gemacht, was sich für Weisheit und Wahnsinn (im positiven Sinne) sonst noch so in deinem kranken Geist befindet…

  2. balkantoni sagte, am Januar 2, 2009 zu 10:49

    Was mich am Bodybuilding fasziniert. Hm… Du triffst die beiden Hauptgrüde schon sehr gut: Es ist definitiv ein ästhetisches Interesse; ich finde es interessant, meinen Körper nach meinen Wünschen formen zu können, in dieser Hinsicht bin ich recht eitel, glaube ich. Hinzukommt eine Freude an der Verausgabung, wie du es ja bereits genannt hast. Man quält sich und genießt es, sehr masochistisch, eigentlich.

    Ansonsten bliebe wohl auch die soziale Komponente zu nennen; ich trainiere mit Freunden und das Training ist für uns eine chance quality time miteinander zu verbringen. Leider lässt einem der Alltag viel zu wenig Zeit dafür.

  3. Aulbath sagte, am Januar 2, 2009 zu 11:12

    Ich wiege mehr als der Tiger vom Balkan? Jetzt bin ich entäuscht… und dabei habe ich „the dreaded Zündhölzerärmchen“ :(

    Wie groß bist du?

  4. balkantoni sagte, am Januar 2, 2009 zu 11:15

    1,87 – Ich bin von natur aus extrem dürr und schlacksig, mein ganzes Training ist ein einziger Kampf um eine athletische Figur! Und ich muss doch anmerken: In ein paar wochen dürfte auch der Sixpack sitzen! So!

    edit: Dass du dich noch an den Spruch mit den Ärmchen erninnerst gibt dir glatte zehn Respektpunkte extra! :)

  5. Aulbath sagte, am Januar 3, 2009 zu 12:17

    Wir dürften uns damit ziemlich genau in die Augen sehen, ich bin auch irgendwas um die 1,86-1,87-1,88 groß.. so genau weiß man das ja nie.

    Anyway, ich habe hier ne’ Hantel rumliegen (mit 5 oder 10 Kg bestückt, muß mal schauen)… gib mir mal Tipps, du Sportacus ;D Dieses Jahr soll’s ein breites Kreuz nebst ordentlichen Armen geben und die Wikinger-Met-Wampe soll weg… zumindest ist das so geplant. Fitness-Studio fällt aus, weil ich nur die Wahl habe mit Nazi-Skins zu trainieren oder ne’ Stunde mit ÖVM rumzugurken… fetzt beides nicht. Also Heimtraining, und ich habe keinen Plan.

  6. balkantoni sagte, am Januar 3, 2009 zu 12:50

    Beim Heimtraining musst du schon gut ausgestattet sein, damit du richtig trainineren kannst. Sachen, die du bräuchtest, wären:

    Eine Bank + Langhantel mit dazugehörigen Gewichtsscheiben. -> Damit könntest du schon Bankdrücken, Kreuzheben und Kniebeugen machen – die sogenannten Königsübungen, die eigentlich alleine reichen, um stärker, breiter und fitter zu werden. Da ich aber davon ausgehe, dass du die NICHT hast (habe ich auch nicht), kann ich dir folgendes empfehlen:

    a) Hol’ dir eine Klimmzugstange. Kostet 10 € und du kannst damit schon Klimmzüge machen, die wirklich bewährteste Übung für nen breiten Rücken.

    b) Mach’ mit deinen Hanteln einfache Curls, Überzüge und Trizepsstrecken – sorgt für dickere Arme. Hier mal videos mit Anleitungen:

    Überzüge (gute Übung für Brust, Rücken UND Trizeps): http://www.youtube.com/watch?v=8ULAb7NG4B4

    Trizepsstrecken: http://www.youtube.com/watch?v=uPLWjJOJJ3I

    Curls (geht auch einarmig, natürlich): http://www.youtube.com/watch?v=ZawrdYA0WXU

    Du wirst aber schnell feststellen, dass du mehr Gewicht brauchst und diese 5 – 10 Kg einfach nicht schwer genug sind, als dass du damit Fortschritte machsen kannst. Du kannst damit dennoch Grundlagen legen – über kurz oder lang musst du jedoch ins Gym.

    Da das Rechtsrock-Studio nicht in Frage kommt, solltest du dir überlegen in eins der drei Uni-Gyms zu gehen – die nehmen auch nicht-Studenten auf und sind in der Regel gut ausgestattet. Außerdem hast du den Luxus, dass die Mittrainierenden sich kohärent unterhalten und sogar lesen können – ich habe den nicht. Hier ist ein Link – im neuesten Gym haben sie sogar noch freie Plätze:

    http://hochschulsport.uni-rostock.de/sportarten/aktueller_zeitraum/_kraftraum.html

    Ansonsten sehe ich, dass ihr auch einen McFit in Rostock habt – das ist eine Fitnesskette in der du gut und günstig trainieren kannst. Falls du nicht so der Gruppenmensch bist, ist in so einem Studio auch deine Anonymität gewährleistet – die sind in der Regel so groß, dass du einfach dein Ding machen kannst, ohne zu sehr ins Gespräch mit anderen zu kommen. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass GERADE das McFit von Skins belagert wird – in unserer Gegend pumpen darin auch die meisten Asis. Ihr scheint sowieso ziemlich viele fitnessstudios zu haben, googel mal, „fitness rostock“.

    Was den Wikinger-Bauch angeht – wenn du richtig ins Training hineinfinden würdest, würde es schmelzen wie nichts, richtige Ernährung vorausgesetzt.

    Ernährung ist bei der ganzen Sache enorm wichtig, aber da berate ich dich auch gerne und am anfang bist du noch gar nicht so sehr darauf angewiesen.

    Sag’ mir, was du dir soweit denkst und dann können wir weiter überlegen – fang schon morgen mit den Übungen oben an (bei Überzügen kannst du deinen Rücke auch auf einen Stuhl oder Kaffeetisch ablegen – hauptsche hart, damit deine Wirbelsäule stabil bleibt) und iss danach etwas mit wenig Fett und viel Eiweiß (Rindsteak, Hänchenbrust, dazu am besten gekochte Kartoffeln, oder Wildreis). Mach’ jede Übung in vier Sätzen, in jedem Satz machst du 12 Wiederholungen. Falls du keine 12 Wiederholungen schaffst, machst du so viele wie du nur kannst – Soll heißen, du machst 12 curls, dann zwei Minuten Pause, dann noch 12 Curls, dann zwei Minuten Pause und das vier Mal. Bei jeder Übung. Gerade das Muskelversagen sorgt dafür, dass du stärker wirst. Du wirst sehen: You’ll get to know your Viking self much closer! ;)

  7. balkantoni sagte, am Januar 3, 2009 zu 8:05

    Hey Aulbath, was ist passiert? TMI-Syndrom? (Too much information) ;)

  8. onkl sagte, am Januar 4, 2009 zu 11:10

    Mich hat dieser Gesundheitsaspekt noch nicht wirklich überzeugt. Natürlich ist Sport und Krafttraining bis zu einem gewissen Grad gesund, aber dieses krampfhafte „Entfetten“ und „Entwässern“ in Verbindung mit dieser künstlichen Nahrung wirkt auf mich sehr ungesund.

    Schaut man sich professionelle Leistungssportler an (Leichtathletik, Fußball, ..) dann sehen die ‘natürlich’ fit und durchtrainiert aus (ich lasse mal Gewichtheber und 40 Kilo Radfahrer außen vor). Gesund ist es meiner Meinung nach nur wenn die Bewegungen und Anstregungen des Sportes Nahe an der natürlichen Körperbetätigung des Menschen liegen. Also Dinge für die unser Körper ausgelegt wurde, die die Menschen seit Jahrhunderten tun und die heutzutage zu kurz kommen (Laufen, Jagen, Kämpfen).

    Bodybuilding wie man es auf dem Foto oben sieht gehört da für mich einfach nicht dazu. Man formt zwar seinen Körper nach irgendwelchen Idealen, aber das Resultat entspricht nicht dem was er unter natürlichen Bedingungen hätte sein sollen. Man nutzt den Körper vielmehr ab. Wenn ich extreme Bodybuilder sehe denke ich ein Gang zum Psychiater wäre der Gesundheit zuträglicher. Die sind in ihrer Bessenheit genauso wie Magersüchtige.

  9. balkantoni sagte, am Januar 4, 2009 zu 11:48

    Erst einmal: Das foto oben stammt von Leo Robert – das ist eine Bodybuilding-Legende aus den 50ern und sein Körper ist meiner Meinung nach nicht so unnatürlich wie du es jetzt empfindest. Er ist einfach ein großer, muskulöser Typ und ich denke, dass die Anteile seiner Muskulösität durchaus bei anderen Sportlern zu finden wären: Sprinter haben genau so dicke Haxen wie er, Turner ähnliche Arme und Schultern, Schwimmer einen vergleichbaren Rücken – das Großartige bei ihm ist eben, dass er all das Vereint. Er hat den perfekten Körper, den er umfassend trainiert hat.

    Dein Bezug auf Natürlichkeit entspringt den landläufigen Vorurteilen, die es Bodybuilding gegenüber gibt und die durch die ganzen aufgejuiceten Steroid-Freaks natürlich auch gefördert werden – wenn wir aber vom natürlichen Bodybuilding sprechen, vom Bodybuilding wie es unser Leo oben betrieben hat also, so muss man anmerken, dass es eine sehr gesunde Betätigung ist. Bodybuilding erhöht die Knochendichte und beug einer gebrochenen Hüfte im späteren Alter vor. Bodybuilding kräftigt den Körper und beugt einem Bandscheibenvorfall vor – schließlich lernt man als erstes beim Kreuzheben die richtige Hebetechnik und wird nie, wie es leider oft der Fall ist, beim Umzug in die Gefaht kommen, beim schleppen einer Waschmaschine falsch zu heben und sich smit ernsthaften schaden zuzufügen. Bodybuilding senkt den Körperfettanteil und das ist nicht nur ein optischer Luxus – es schont das Herz und die Gelenke.

    Wenn wir über natürlichkeit sprechen, muss man natürlich die Frage stellen: Was bitte ist denn natürlich am Fußball? Oder Basketball? Oder am Hochsprung? Oder am Turnen? Das bewältigen hoher Lasten, hingegen, ist etwas sehr naheliegendes; schließlich musste das erlegte Mammut auch in Teilen zur Höhle geschleppt werden.

    Auch die von dir genannten „natürlichen Bedingungen“ sind ein mehr als heikles Thema: Schließlich versucht unser Körper von natur aus Fettreserven anzulegen – die sind eine wichtige Wärmequelle im Winter und können uns durch Hungerperioden hindurchretten. Außerdem ist der Körper stets um Katabolität – Muskelabbau – bemüht, da überflüssige Muskulatur nur Energie verbraucht. Unser Organismus ist – vereinfacht ausgedrückt – so ausgelegt, dass er von uns die richtigen Impulse bekommen muss, um sich zu entwickeln, denn dessen Autopilot ist auf „Endsation Fettsack“ ausgelegt. Welche Impulse das sind, ist uns überlassen.

    Was psychische Zwänge und Training angeht: Man kann positiv sprechend einfach vom Enthusiasmus sprechen. Eine Tatsache, die gerne Vergessen wird: Beim Bodybuilding hat man ja zum Glück die Möglichkeit langfristig an seinem Körper zu arbeiten (ich habe mein Fett über einen Zeitraum von über einem Jahr abgebaut) – wenn du ins Boxen (welches ich trainiert habe), Ballett oder Ringen schaust, wirst du wesentlich brutalere und ungesündere Einstellungen zum „Gewichtmachen“ vorfinden und diese werden bereits bei Kindern und Jugendlichen gnadenlos durchgesetzt.


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