Thrashin’!
+
= Party-Time²
Up yours, Mr. Lepto!
Die 90 Kilo rücken immer näher! Who’s down with the muscle train?

Dazu mein Lied der Stunde:
Kyokushin Karate, I miss you!
Wie cool war es, in England ein Jahr lang das brutale, harte Kyokushin zu trainieren? Sehr cool! Obwohl es nur ein Jahr war, hat Kyokushin einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen – jenseits von gebrochenem Schlüsselbein, gerissenen Kapseln, schmerzenden Knien, blauen Augen, blutigem Urin steht über allem dieser rätselhafte Geist der ganzen Sache: SPIRIT & DEDICATION. Passion! Enthusiasmus! Das habe ich so, in dieser charmanten Form, bei keinem anderen Kampfsport gefunden. Wieso gibt es in meiner Gegend keinen Kyokushin-Klub? Wieso nur? Ich habe doch immer noch mein Gi mit dem Kyokushin-Emblem.
Ich habe keine Chance!
Wenn man einen Blog auf wordpress hat, kann man sich auch die Top-Beiträge aller Blogs dieses Anbieters anschauen – und diese unterscheiden sich grob in drei Gruppen:
a) Familienblogs. Ganz schlimm.
b) Politikblogs. Noch schlimmer. Jede Ethnie dieser Welt scheint im Moment um Solidarität zu buhlen. Verfluchtes Internet, dass du mich diesem würdelosen Gejammer aussetzen musst.
c) WoW-Blogs. Hölle.
Wie komme ich in die Top 10? Nacktfotos? Mich irgendjemanden solidarisieren (führen Zwergwüchsige gerade irgendwo einen Krieg? Mit Midgets solidarisiere ich mich sofort!)? Oder doch lieber WoW? Ich tue alles für meine 10 Minuten auf dem Pony!
Musik, Musik – 2
Ein Klassiker, die mir das Wochenende noch schöner machen wird!

Royal Trux – Twin Infinitives
Saucoole Band. Hier ist meine Geschichte dazu: Habe ab 1994 in einem Comicladen gearbeitet („Plan 9″ in Mannheim, war seinerzeit so ziemlich der coolste Comicladen Deutschlands) und befand 1995, dass meine Diät – bestehend aus den ganzen Superhelden aus dem Hause Image - dringend um etwas anspruchsvolles erweitert werden sollte. Daher kaufte ich mir die Nr. 12 von Peter Bagges „Hate“-Serie, in der auch die Band erwähnung findet: Buddy Bradley, der Protagonist der Serie, bezeichnet sie (ich paraphrasiere) als „scheißband, die Krach machen, weil sie ihre Instrumente nicht spielen können“. Das klang cool und da „Hate“ für mich ohnehin einen Leitfaden in so etwas, das ich als Underground verstand (ein Begriff, der nicht mehr en vogue zu sein scheint…) darstellte, kaufte ich mir direkt Mal die „Twin Infinitives“! Und verliebte mich in Jennifer Herema! Ich hörte also schon mit 15 so eine coole Band, während meine Klassenkameraden auf die „Fantastischen Vier“ standen; ich war eigentlich ganz schön cool. Wieso haben es bloß die Mädchen nicht auch erkannt? Alles Schlampen außer Mutti und Mrs. Herema!

Death Wish / Ein Mann sieht rot (1974)
Hier ist ein älterer Text über einen meiner Lieblingsfilme. Ich finde, dass der Text ganz ok geworden ist, daher…
Eines der besseren Seminare meiner Studienzeit war ein Kurs über Noir-Filme; während meiner Recherche für die dazugehörige Hausarbeit stieß ich wieiederholt auf Rezensionen eines meiner liebsten Kindheitsfilme – Death Wish. Die Rezensionen waren sich allesamt einig darüber, dass Death Wish reaktionärer Schrott ist; hierbei ist mir insbesondere die Rezension in Clarens Carlos Buch „Crime Movies“ in Erinnerung geblieben, die Death Wish eigntlich nur nutzte, um liberale Empörung über die atavistischen Motive der Hauptfigut zu äußern.
Und genau da liegt das Problem: Das Mögen oder nicht-Mögen von Death Wish entscheidet sich meistens mit der politischen Gesinnung des Zuschauers bzw. dessen Bereitschaft den Film ohne den Filter dieser Gesinnung zu schauen. Denn, wenn man Death Wish als politischen Film verstehen möchte, dann ist er äußerst reaktionär und misantroph – da ist Charles Bronson, der einen Haufen Schwarzer und Migranten zunächst aus Selbstschutz und später prophylaktisch über den Haufen schießt – ich als Migrant müsste es eigentlich unerträglich finden. Das Problem dabei ist auch, dass Death Wish den Vigilantismus seiner Hauptfigur überhaupt nicht problematisiert, oder zur Diskussion stellt. Jede Problematisierung, die so mancher imdb-User wahrgenommen zu haben glaubt, ist so implizit, dass sie genausogut als Wunschdenken eingestuft werden kann. Genau das empört so viele Intelektuelle an Death Wish, denke ich – es ist die Ablehnung des Diskurses. Selbst auf dieser Meta-Ebene macht Death Wish die eigene Botschaft deutlich: Die Zeit der Worte ist vorbei. Jetzt wird geschossen. Man kann den Trailer des Films als stellvertretend für diese Haltung nehmen:
(man beachte die Tapeten in Charles Bronsons Wohnung, sowie einen jungen Jeff Goldblum als Dope Fiend!)
Und trotzdem kann man Death Wish mögen.
Einer der Wege, zugang zu Death Wish zu finden und ihn zu genießen, ist ihn als historischen Film zu verstehen. Die 70er / 80er Jahre waren in Amerika im allgemeinen und in New York im besonderen eine Zeit offener, furchterregender Gewalt. Die amerikanische Bevölkerung war der Kriminalität wesentlich stärker ausgesetzt, als dies heute der Fall ist und ein lähmendes Gefühl des Ausgeliefert-Seins an die Gangs und den Mugger war zur täglichen Realität geworden. Death Wish sprach, genau so wie Bernhard Goetz’ Ermordung dreier Gang-Jugendlicher in der U-Bahn, dieses Gefühl der Hilflosigkeit an und wandelte die Passivität in einen bewaffneten, aggressiven Aktivismus. Man war nicht mehr ausgeleifert, man schoss endlich zurück – ich verweise hier auf einen anderen Blog-Artikel von mir, in dem ich etwas ausführlicher auf das Thema eingehe.
Und genau hier liegt die Größe und, ja, auch Schönheit von Death Wish: Dieser film ist ein Destillat der Idee des Trostes. Es ist kein morlaischer Film im ethischen Sinne, aber ein moralischer Film im Sinne der Kampfmoral. Es ist das schöne Jenseits, das einem die Qualen des Daseins erleichtern soll. Und Charles Bronson, mit seiner stoischen, unaufhaltsamen Gewalt, ist kein politisches Ereignis, kein sondern ein Erlöser aus der Angst, ein Tröster in der Not.
Übrigens: Falls man sehen will, was passiert, wenn Vigilantismus problematisiert wird, sollte man sich James Wans quasi-Remake Death Sentence anschauen. Die abschließende Annäherung des Rächers an die Täter bzw. deren Bestialität, symbolisch in den Ruinen der Zivilisation angesiedelt, empfinde ich als gar nicht so prätentiös und schlecht gelöst.
Musik, Musik – 1
Lieblingsalben zur Zeit:
Ich bin dem Hype erlegen. Das Bild oben soll mal stellvertretend für die Disco stehen. Eigentlich finde ich das ganze Trara um die Band unsympathisch, so unsympathisch-prätentiös wie eben nur die Spex so was erscheinen lassen kann, aber die Musik wird nicht schlechter deswegen. Ich fuhr mit der S-Bahn letztens durch die neblige, vereiste Südpfalz und dieses Lied war einfach die perfekte Begleitung dafür:
Die Band ist auf eine sehr authentische und angenehme Art enthemmt, das finde ich cool. Und für Akkordeons gibt es ohnehin 10 Balkan-Punkte von mir!
Vorsätze für 2009: Bodybuilding Content!

Ich möchte in einem Jahr 95 Kg wiegen. Im Moment wiege ich etwa 87 Kg. Vor einem Monat, nach dem Ende meiner letzten Creatinkur, wog ich tatsächlich 90 Kilogramm und ich sah gut aus: Meine Deltas waren schön rund, mein Bizeps breit, meine Haxen dickm mein Torso bildete tatsächlich ein V. Mit dem Rückzug der Wassereinlagerungen in der Muskulatur verlor ich aber drei Kilo und während ich nicht behaupten kann, unzufrieden mit meinem Körper zu sein (das V und die Symmetrie habe ich ja behalten), finde ich dass mir die zusätzliche Masse besser stand.
Allerdings bin ich sehr zufrieden mit der Tatsache, meinen Körperfettanteil konstant niedrig gehalten zu haben, trotz bodybuidlinggerechter Ernährung im Kalorienplus – ich esse deutlich mehr als mein von natur aus dürrer und schlacksiger Körper bräuchte und er bedankt sich, indem er mich im Gym stets durch die brutalsten Supersets trägt. Die Pläne für mein nächstes Stack stehen auch schon fest, alle Supplemente habe ich schon bestellt und das Gym werde ich morgen schon wieder unsicher machen. 95 Kilogramm – ich komme! Bodybuilding ist wirklich so cool! Wenn ich meine Begeisterung bloß meiner Umwelt rational Vemitteln könnte. Diese Banausen!
Falls es jemanden interessieren sollte, hier ist mein derzeitiger Trainingsplan im Vierersplit:
Brust
3 – 4 Sets Bankdrücken (10er-Serien oder Pyramide von 12 abwärts)
3 – 4 Supersets – erste Übung Schrägbankdrücken an der Hammer-Strenght, zweite Übung Vorgebeugtes Kabelziehen, keine Pause zwischen den Übungen, Reps wie oben.
3 Sets Flys (10-12 Reps)
Rücken + Bizeps
3 – 4 Sets Klimmzüge, breiter Griff (8 Reps aufwärts)
3 Sets Latzug zum Nacken (10er-Serie oder 12er abwärts)
4 Sets vorgebeugtes Langhantelrudern (s.o.)
3 Sets sitzendes Kabelrudern (s.o.)
3 Sets Curls an der Scott-Bank (8 Reps aufwärts) + 4 Sets Hammercurls mit Kurzhanteln
Beine
3 – 5 Sets Kniebeugen (10 – 12 Reps)
3 Sets Front-Kniebeuge (s.o.)
3 Sets Beinstrecken (s.o.)
3 Sets Beincurls (s.o.)
3 – 5 Sets Waden (15 – 20 Reps)
Bei vorhandener Zeit wird Kreuzheben entweder am Rücken oder am Beintag gemacht, dann 3-4 Sets á 10-12 Reps.
Schultern + Trizeps gingen so:
4 Sets Seitenheben (Pyramide 12 abwärts)
4 Sets Schulterpressen (s.o.)
3 Sets einarmiges Frontheben (10 Reps.)
3 Sets Reverse-Flys auf der Schrägbank für die hinteren Deltas (12 Reps)
4 Sets Shrugs mit Kurzhanteln (12 Reps)
3 Sets Dips am Barren (bis Versagen)
3 Supersets FrenchPress/Enges Bankdrücken mit der SZ-Stange (10-12 Reps)
Ernährung wird zur Zeit durch Glutamin, das Universal Animal Pack und 2 – 4 Proteinshakes (Casein / Molke) am Tag ergänzt.
Soziale Verwahlosung mit Marcel Proust
Es ist Silvester. Ich werde in das neue Jahr hineinlesen. Weapon of choice ist oben zu sehen. Bald, bald ist es leider vorbei. Nächster Duchgang steht vor 2011 nicht an, glaube ich. Was sollte ich als nächstes lesen? Dostojevskis „Der Idiot“? Hildesheimer? Etwas von Joseph Roth?
Das Problem ist: Ich kaufe Bücher schneller als ich sie gelesen bekomme – meistens aus Antiquariaten. „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ habe ich ebenfalls als Gesamtausgabe aus einem Bücherantiquariat erstanden, in drei purpurnen Bänden zusammengefasst, Erscheinungsjahr 1967 bei Suhrkamp. Auf der allerersten Seite war der Name der Vorbesitzerin gestempelt: „Jutta Schlichting“. Wer war sie? Sie hat jedenfalls eine beachtliche Bibliothek in dem Bücherantiquariat hinterlassen, in dem ich auch meine Proust-Gesamtausgabe gekauft hatte, denn ich stoße beim stöbern regelmäßig auf weiter Bücher mit ihrem Stempel: „Zauberberg“, „Reise ans Ende der Nacht“… die Frau hatte einen ausgezeichneten Geschmack, finde ich und glaube deswegen, dass sie verstorben ist und jemand ihre gesamte Bibliothek verhökert hat; vielleicht waren es Enkel, die Juttas Haus geerbt haben und Platz schaffen wollten.
Ich werde mir übermorgen noch ein paar Bücher aus ihrer Sammlung kaufen, glaube ich, denn Juttas Proust-Ausgabe trägt zwar Lesespuren, ist aber ansonsten sehr, sehr gut erhalten (weshalb sie auch ziemlich teuer war) – der offensichtliche Besitz einer Bibliophilen, die sich bestimmt wünschen würde, dass jemand ihre Bücher erbt, der auch gut auf sie aufpasst. Und das werde ich machen; versprochen, Jutta!
2 Kommentare